Glossar

Vollkasko

Die umfassende Kaskodeckung für das Mietfahrzeug: deckt sämtliche Teilkasko-Schäden plus selbstverschuldete Unfallschäden, Vandalismus und Schäden durch unbekannte Dritte — meist gegen eine vereinbarte Selbstbeteiligung.

Vollkasko ist die obere Stufe der Kaskoversicherung am Mietfahrzeug. Sie übernimmt alle Schäden, die bereits in der Teilkasko enthalten sind (Diebstahl, Brand, Glasbruch, Wildschaden, Sturm, Hagel), und ergänzt um den entscheidenden Block: selbstverschuldete Unfallschäden des Fahrers, Vandalismus und Schäden durch nicht ermittelbare Dritte. Damit ist sie für den Vermieter der wirtschaftlich wichtigste Baustein, weil sie genau die Schadenfälle abdeckt, die ohne Vereinbarung sonst beim Mieter persönlich landen würden.

In der Praxis wird Vollkasko fast immer mit einer Selbstbeteiligung verkauft — typischerweise 500 bis 2.500 € je nach Fahrzeugklasse. Der Mieter haftet im Schadenfall nur bis zur Höhe dieser Selbstbeteiligung; alles darüber trägt der Versicherer beziehungsweise wirtschaftlich der Vermieter über seine Flottenpolice. Optionale Upsell-Produkte (oft als „Premium-Schutz“ oder „Selbstbeteiligungsreduzierung“ angeboten) senken oder eliminieren diese Selbstbeteiligung gegen einen Tagesaufschlag.

Wichtig für die Haftungslogik: Vollkasko ersetzt nicht die Haftpflichtversicherung — sie ergänzt sie. Die Haftpflicht reguliert Schäden, die der Mieter Dritten zufügt; die Vollkasko reguliert Schäden am gemieteten Fahrzeug selbst. In Renviq wird Vollkasko als konfigurierbares Schutzpaket auf dem Mietvertrag geführt, mit Selbstbeteiligung und Tagespreis am Buchungsdatensatz gespeichert, sodass die Abrechnung nach der Vermietung eine eindeutige vertragliche Grundlage hat.

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