Glossar

Selbstbehaltsversicherung

Ein Produkt (vom Vermieter oder einem Drittanbieter verkauft), das den CDW-Selbstbehalt erstattet, wenn dem Mieter bei der Rückgabe Schäden berechnet werden.

Die Selbstbehaltsversicherung deckt die Lücke zwischen CDW und null Haftung. Standard-CDW lässt typischerweise 500–2.000 EUR Selbstbehalt, für die der Mieter haftet; die Selbstbehaltsversicherung erstattet diesen Betrag, wenn dem Kunden bei Rückgabe ein Schaden in Rechnung gestellt wird. Der Vermieter belastet weiterhin Kaution oder Karte bei Rückgabe — die Selbstbehaltsversicherung ist der Erstattungsweg des Mieters, kein direkter Verzicht zwischen Vermieter und Mieter.

Vermieter verkaufen ihr eigenes Selbstbehalts-Produkt (manchmal als „Super-CDW“ oder „Full Coverage“ gebrandet) neben Drittanbietern wie RentalCover oder versicherungsgebündelten Reiseschutz-Policen. Selbstbehaltsversicherung von Drittanbietern ist üblicherweise günstiger als die des Vermieters, weil sie auf ein breiteres Risikokollektiv geschrieben ist; der Trade-off ist, dass der Mieter den Schaden beim Drittanbieter nach Zahlung an den Vermieter geltend machen muss, statt sofort schadlos auszusteigen. Vermieter, die mit diesem Produkt gewinnen, tun das über Komfort, nicht über den Preis.

Die Selbstbehaltsversicherung interagiert mit der Kaution: ein Kunde mit bestätigter Deckung mag auf eine reduzierte Kautionssperre drängen, aber die meisten Vermieter lehnen ab, weil die Kaution auch Treibstoff, Kilometer und kleinere unverrechnete Gebühren deckt, die die Selbstbehaltsversicherung nicht abdeckt. In Renviq leben Selbstbehalts-Produkte als separate Positionen auf der Buchung — getrennt von CDW, getrennt von der Kaution — sodass die Tariftabelle klar bleibt und Berichte zeigen, welche Produkte tatsächlich wirken.

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