Glossar

Revenue Per Available Unit (RevPAU)

Gesamter Vermietungsumsatz geteilt durch alle verfügbaren Fahrzeugtage — vermietete und nicht vermietete zusammen. Die einzelne Kennzahl, die Preis und Auslastung gleichzeitig abbildet.

RevPAU ist der gesamte Vermietungsumsatz geteilt durch alle verfügbaren Fahrzeugtage in einer Periode — vermietete und stillstehende gleichermaßen. Eine 10-Fahrzeug-Flotte im 30-Tage-Monat hat 300 verfügbare Fahrzeugtage; erzielen diese Fahrzeuge 21.000 €, liegt RevPAU bei 70 €. Die Hotellerie kennt die Kennzahl als RevPAR; die Autovermietung hat die Logik übernommen, weil das Problem identisch ist: eine verderbliche Bestandseinheit, die heute nichts mehr verdient, wenn sie heute nicht verkauft wird.

Der entscheidende Unterschied zum ADR liegt im Nenner. Der ADR teilt den Umsatz durch vermietete Tage und beantwortet die Frage „Was haben wir pro vermietetem Tag erzielt?“. RevPAU teilt durch alle verfügbaren Tage und beantwortet „Was haben wir pro Fahrzeug, das uns gehört, erzielt?“. Der ADR kann stabil bleiben, während RevPAU einbricht — die Flotte preist weiter gut, vermietet aber weniger. RevPAU ist die Kennzahl, die keinen der beiden Fehlermodi hinter dem anderen verstecken lässt.

RevPAU verbindet rechnerisch zwei Hebel, die der Flottenleiter direkt steuert: Preis (ADR) und Nachfragebindung (Auslastung). Es gilt RevPAU = ADR × Auslastungsquote. 50 € ADR bei 70 % Auslastung ergeben 35 € RevPAU; 60 € ADR bei 55 % Auslastung ergeben 33 € — die teurer kalkulierende Flotte schneidet schlechter ab. Genau deshalb ist RevPAU die belastbarere Gesundheitskennzahl: sie zwingt beide Hebel in dieselbe Diskussion.

Was „gut“ bedeutet, hängt vom Flottenmix ab. Mediterrane Touristenflotten erreichen in den Sommermonaten regelmäßig 55 € und mehr RevPAU in der Economy-Klasse; Langzeit-Firmenflotten zielen ganzjährig auf eine flachere Spanne von 30–40 €; Premiumklassen kombinieren höheren ADR mit niedrigerer Auslastung und enden ähnlich. Das Verbesserungsdrehbuch ist branchenüblich dasselbe — zuerst vermeidbare Standtage schließen (Turnaround-Disziplin, Kalenderlücken, alte Defleet-Fahrzeuge), erst danach am Preis drehen.

In einer Fuhrparkmanagement-Software wie Renviq wird RevPAU live aus dem Buchungsjournal und der Flottenstammliste berechnet — nach Klasse, Standort und Periode — sodass der Zielkonflikt zwischen Preis und Belegung vor dem Monatsende sichtbar wird, nicht danach.

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