Glossar

Average Daily Rate (ADR)

Der durchschnittliche Tagesumsatz einer Flotte über einen Zeitraum — gesamter Vermietungsumsatz geteilt durch die tatsächlich vermieteten Tage.

Der ADR ist der reale Tagesumsatz, den eine Flotte in einem Zeitraum erzielt hat: gesamter Vermietungsumsatz geteilt durch die Summe der vermieteten Tage. Erwirtschaftet eine 10-Fahrzeug-Flotte in einem Monat 42.000 € über 1.200 vermietete Tage, liegt der ADR bei 35 €. Im Nenner stehen ausschließlich vermietete Tage — Standtage verwässern die Kennzahl bewusst nicht, und genau das unterscheidet den ADR vom RevPAU.

Der ADR ist nicht identisch mit dem Tagespreis aus der Tarifliste. Der veröffentlichte Tagespreis ist die Zahl, die der Kunde im Angebot sieht; der ADR ist das, was nach Mietdauer-Rabatten, saisonalen Anpassungen, Aktionscodes, OTA-Provisionen und Vertriebskanalmix tatsächlich vereinnahmt wurde. Zwischen beiden Werten liegen im Normalbetrieb 15–30 %, und die Spanne selbst ist ein Signal — wächst sie, übernimmt die Rabattlogik mehr Arbeit als die Listenpreisstrategie.

Operativ ist der ADR die sauberste Einzelkennzahl für die Preisdurchsetzung. Sinkt der ADR im Vorjahresvergleich bei stabiler Auslastung, weichen die Preise auf; steigt er bei stabiler Auslastung, hält die Preisstrategie. Eine Segmentierung nach Fahrzeugklasse, Standort und Kanal legt offen, wo Marge verloren geht — wenn eine Premiumklasse zum gleichen ADR wie die Mittelklasse läuft, liegt fast immer ein Rabattbündelungsproblem vor, kein Nachfrageproblem.

Saisonale Effekte und Rabattmuster schlagen mit einem Mietzyklus Verzögerung auf den ADR durch. Eine Sommerflotte mit 60 € ADR im August fällt im November auf 30 € ADR, weil längere Buchungen zu niedrigeren Nebensaisontarifen die kurzen Hochsaisonmieten ersetzen. Mietdauer-Rabatte drücken den ADR auch bei voller Nachfrage — das ist beabsichtigt, der Vermieter tauscht ADR gegen Auslastung auf längeren Buchungen.

In einer Mietwagensoftware wie Renviq wird der ADR live aus dem Buchungsjournal berechnet — nach Klasse, Standort, Kanal und Periode — sodass die Frage „Wie hoch ist unser tatsächlich erzielter Tagespreis?“ eine belegte Zahl liefert, statt am Monatsende aus einer Tabelle gezogen zu werden.

So handhabt Renviq das

Schluss mit Tab-Jonglage

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