Glossar

Saisonale Preisgestaltung

Eine Preisstrategie, bei der der Tagespreis durch einen Saisonmultiplikator angepasst wird — Nachfragespitzen (Sommer, Feiertage) erzielen höhere Tarife, ohne jeden Grundpreis neu zu schreiben.

Saisonale Preisgestaltung ist der Standardmechanismus, um Nachfragezyklen in Vermietungsflotten abzubilden. Eine Fahrzeuggruppe hat einen Grundtagespreis; dieser wird mit dem am Mietetag aktiven Saisonmultiplikator multipliziert, um den tatsächlich berechneten Tarif zu bilden. Ein Multiplikator von 1,0 ist die Basis, 0,7 ein Rabatt-Saisontarif, 1,8 ein Hochsommersatz. Das ist sauberer als pro Saison einen eigenen Grundtarif zu pflegen, weil Tarifanpassungen lokal auf Multiplikatoren bleiben und die Trendanalyse jahresübergreifend vergleichbar bleibt.

Der schwierige Teil ist das Definieren der Saisongrenzen. Kalenderbasierte Saisons (Juni–August = Hochsaison) sind einfach, aber grob — ein regnerischer August auf Mallorca und ein norwegischer Sommer sind nicht dasselbe Geschäft. Ereignisgetriebene Overlays fangen den Rest: F1-Wochenenden, Ostern, religiöse Feiertage, Großausstellungen. Jedes Overlay ist eine eigene kurze Saison, die sich auf die Kalendersaison stapelt.

In Renviq sind Saisons erstklassige Entitäten mit Datumsbereichen, Multiplikatoren und optionalen Override-Mindestdauern. Die Preis-Pipeline (ADR-008) wendet sie in Schritt 3 an, nachdem der Grundtarif geladen, aber bevor Dauerrabatte und Extras addiert werden — sodass das Ändern des Multiplikators nie versehentlich die Rabattmathematik weiter unten berührt.

So handhabt Renviq das

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